Warum machen wir das?

In der Anfangsphase der Corona-Krise war meine Hauptbeschäftigung mit dem Thema das Lesen der täglich neuen Zahlen an Toten und Infizierten. Ständig mehr Fälle und immer mehr Tote waren immer besorgniserregender.

Nachdem ich auch ein großer Fan von Elon Musk und seinem Elektroauto-Unternehmen TESLA bin, verfolge ich auch alle News von ihm, was er auf Twitter postet. So hat er am 21. März angedeutet, dass er in Zusammenarbeit mit Medtronic Beatmungsgeräte für amerikanische Spitäler bauen könnte.

Elon Musk hat sein Versprechen übrigens eingehalten und das am 31. März auf Twitter auch bestätigt. Diese spontane Hilfsbereitschaft von diesem großen Unternehmer hat mir sehr imponiert.

Am 28. März habe ich dann wiederum auf Twitter gelesen, dass die Firma Prusa 10.000 3D-gedruckte sogenannte “Faceshields” gespendet hat! Das war der zündende Gedanke für mich, wo ich mir gedacht habe: „Warum drucke ich nicht selber solche Faceshields aus und verschenke sie auch?“. Ich hatte noch genügend PLA-Druckmaterial zuhause und so habe ich begonnen die Rahmen für unsere Faceshields zu drucken. Nachdem der Druck begonnen hat (der erste Versuch dauerte etwa 12 Stunden für 4 Rahmen), habe ich mich hingesetzt und auf Facebook folgendes Posting verfasst:

Falls jemand Bedarf an solchen 3D-gedruckten Gesichtsmasken hat, bitte einfach bei mir melden.Ich drucke so viele wie…

Gepostet von Markus Haselböck am Samstag, 28. März 2020

Dann ging es schnell los, das Posting wurde unzählige Male geteilt und mein Freund Peter Wastl aus Perg (OÖ) hat mir sofort seine Hilfe mit seinem 3D-Drucker angeboten, wenn ich mehr solcher Rahmen benötige. Der zweite in der Reihe war Thomas Feck-Melzer (ebenfalls aus Oberösterreich) dem ich zuerst einen zweiten Drucker von mir zur Verfügung gestellt habe und der sich dann schnell einen sehr großen 3D-Drucker gekauft hat um mich ebenfalls zu unterstützen. Patrik Iber, ein Fussballkollege beim USV Münichreith, war der nächste, der gleich mit zwei 3D-Druckern eingesprungen ist. Gemeinsam mit Stefan Leitgeb aus der Steiermark haben die beiden enorme Beiträge geliefert, was die Erhöhung der druckbaren Stückzahl pro Tag betrifft.

Und so ging es bis heute weiter! Mittlerweile sind wir ca. 40 Person im gesamten Team und wir drucken derzeit schon fast 80 Stück der Rahmen auf einem Drucker pro Tag! Der Spendengedanke wird aber nach wie vor hochgehalten. Kein einziger meines Teams bekommt auch nur einen Cent von den Spendeneinnahmen. Nur das Druckmaterial, Porto für Versand der Rahmen und ggf. Ersatzteile für 3D-Drucker werden natürlich erstattet. Die Zeit und die Arbeit stellen alle Mitglieder völlig kostenlos in den Dienst der Sache! 

Bis zum Stand 30. Juni 2020 wurden schon über 20.000 Faceshields bestellt und auch ausgeliefert.
Viele weitere Infos zu unserem Projekt findest du in meinem Facebook-Profil!

Am 1. Mai 2020 wurde die „Austrian Filament Mechanics“ GesbR gegründet, um offizielle Spendenbestätigungen im Namen der GesbR ausstellen zu können!

Markus Haselböck (Initiator) und das Austrian Filament Mechanics Team